Wir haben nun schon länger nicht mehr über das Versuchsprojekt mit der Klasse 6a und den Classmates geschrieben. Es hat sich etwas hinausgezögert und viele anfängliche Schwierigkeiten waren zu überwinden. Hartnäckig haben wir jedoch unser Ziel verfolgt und seit gestern haben wir nun ein gut funktionierendes Netzwerk in der Klasse mit Internetanbindung.
Seit Beginn der Herbstferien haben die Schüler nun “ihre eigenen Classmates”. Es handelt sich dabei um die Nachfolgeversion der ursprünglichen Prototypen. Was heißt das?
Ausstattung der Geräte:
Die Geräte besitzen einen Intel Atom Prozessor mit 1GB RAM und 2GB HDD.
Außerdem eine 4 GB SD Speicherkarte.
Der Akku hat eine Laufzeit von 4 Stunden.
Es sind folgende Programme installiert:
Das Bestriebssystem Windows XP, das Netzwerkprogramm E-Learning Class V 6.0 Student for Classmate PC
Clam Win Antivirus, Free PDF XP, Open Office, Hot Potatoes, Firefox, Foxit Reader, Irfan View, VLC Player, Paint, Wordpad, Audacity, New Highlight 1, Freemind, Pointofix, Vokabeltrainer
So haben die Schüler genügend Möglichkeiten, den Unterrichtsstoff aufzubereiten und selbstständig zu vertiefen.
Zudem wird das virtuelle Klassenzimmer auf dem Moodleserver des Medienzentrums München Land in den Unterricht stark miteinbezogen.
Wie wird das Projekt finanziert?
Wir sind sehr dankbar, dass sich die Gemeinde Unterhaching bereit erklärt hat, im Rahmen eines Leasingvertrags, die Geräte zu kaufen und zur Verfügung zu stellen. Die Geräte können von den Schülern mit nachhause genommen werden. Es wurde jedoch auf dem Classmate ein Benutzerprofil eingerichtet, welches den Rechner vor einer falschen Behandlung durch die Schüler zu bewahren. So haben die Schüler zum Beispiel keinen Zugriff auf die Systemsteuerung.
Die Geräte wurde über die Fa. Rösner bezogen, die wiederum Reseller der Fa. Wortmann ist. Die Fa. Rösner war wirklich sehr bemüht, dass endlich eine zufriedenstellende Vernetzung zustande kam. Jedoch hat es noch Wochen gedauert - bis nun heute!!!! hurra - endlich auch eine Internetverbindung für alle im Netzwerk eingebundenen Rechner erstellt werden konnte.
Die Firma Rösner hat auch die Wartung und den Support der Geräte übernommen und wir hoffen auf eine weiterhin so erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Firma, ganz besonders mit dem Netzwerktechniker Herrn Milerferli!
Für die Lehrerin der Klasse, Frau Natterer, ist es eine große Herausforderung, die Classmates sinnvoll im Unterricht einzusetzen. Und es ist eine Freude zu sehen, wie sich die Kinder bereits gut mit dem kleinen Notebook auskennen. Es herrscht eine große Hilfsbereitschaft, wenn es mal zu kleineren technischen Problemen kommt.
Auch Frau Dr. Sabine Huber kann uns nach einigen Anlaufschwierigkeiten nun wieder mit ihrem pädagogisch-didaktischen Rat begleiten. Nachdem nun alles zu einem guten Ende gekommen ist, wird auch eine Pressekonferenz angedacht, die ja bisher immer verschoben wurde.
Welcher Gewinn ergibt sich für Schüler und Lehrer?
Die Schüler lernen das Notebook sinnvoll als Arbeitsgerät zu nutzen. Sie arbeiten damit während des Unterrichts - nicht ausschließlich, aber regelmäßig. Im häuslichen Bereich wird das virtuelle Klassenzimmer miteinbezogen, sodass viele Themen zuhause nochmals nachbereitet oder vertieft werden können. Für die Lehrerin hat sich im Moment ein erhöhter Arbeitsaufwand ergeben. Sie muss sich in die verschiedenen Programme einarbeiten und versuchen, den Kindern eine kompetente Hilfe zu sein. Doch mit zunehmender Vertrautheit, wird der Arbeitsaufwand sicher wieder etwas geringer werden.
Gewinn für die Schule?
Es ist angedacht, das Projekt im nächsten Jahr mit den kommenden 5. Klassen weiterzuführen um im drauffolgenden Jahr sowohl in der Klasse 5 als auch in den 6. Klassen mit dem Classmate zu arbeiten. Außerdem hat Frau Natterer als erste Lehrerin der Schule ein Klassenraumnetzwerk mit Internetanbindung, eigenem Netzwerkdrucker und Beamer. Alles in allem ein sehr erfreuliches Ergebnis.
Dank
Danken möchten wir natürlich auch unserem Rektor Herrn Peter Hopp, der sich immer wieder mit uns und unserem Anliegen auseinandersetzte und - trotz anfänglichem stärkeren Zögern - letztendlich doch überzeugen ließ, um sich dann umso mehr für die Sache einzusetzen und damit dem Projekt zu einem gelungenen Start verhalf und einem Ja von Seiten der Gemeinde verhalf. Auch unserem Elternbeiratsvorsitzenden Herrn Püchler möchten wir danke sagen, weil er uns immer den Rücken stärkte und ermutigte, nicht vorzeitig aufzugeben.
Hier finden sich nun noch einige Bilder aus einer heutigen Unterrichtsstunde.




